Maschinenfabrik Berthold Hermle AGMaschinenfabrik Berthold Hermle AG
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Von Mensch zu Mensch!
Anwenderberichte

20.11.2018
Teil des „Hermle-Boulevard“ im Hause Feusi AG mit dem 5-Achsen Bearbeitungszentrum C 400 U mit Werkstückmagazin, dem 5-Achsen Bearbeitungszentrum C 22 U mit Palettenwechsler PW 150, und dem 5-Achsen Bearbeitungszentrum C 42 U/MT mit Drehfunktion

Wie der hoch spezialisierte Zerspanungsteile- und Baugruppen-Lieferant Feusi AG u. a. mit modernen 4-/5-Achsen-Bearbeitungszentren von Hermle AG dauerhaft seine Leistungs- und damit auch seine Wettbewerbs-Fähigkeit sicherstellt

Mancher Slogan spricht nachdrücklich für sich und zeugt nicht zuletzt auch davon, dass es allein mit Lippenbekenntnissen eben nicht getan ist. Denn nach einem Besuch bei der Schweizer Feusi AG, CH-8807 Freienbach, bleibt festzuhalten, dass die Verantwortlichen und Mitarbeitenden den Slogan „Aus Passion für Präzision“ buchstäblich verinnerlicht haben und jeden Tag bewusst leben! Von Paul Feusi im Jahr 1956 als Präzisionswerkstatt zur Fertigung mechanischer Teile gegründet, hat das typische KMU aus Nachfolgegründen zwar zwei Mal den Besitzer gewechselt, blieb sich aber in all den Jahren treu, in dem hier strikt nach dem sprichwörtlich ausgeprägten Schweizer Technologie- und Qualitäts-Verständnis gearbeitet und gehandelt wird. Besonders deutlich ist dies dahingehend sichtbar, dass mit dem heutigen Inhaber und Geschäftsführer, Roman Gebert, eine Hightech-Ära eingeläutet wurde, die sich konsequent an modernsten Fertigungstechnologien wie etwa der 5-Achsen- Komplett-/Simultanbearbeitung ausrichtet. Roman Geberts Bruder Willi, im mittlerweile 30 Fachkräfte zählenden Unternehmen Feusi AG zuständig für Administration, Strategie und Finanzen, führte dazu aus: „Mit mehr als 50 Jahren Erfahrungen in der flexiblen Fertigung von Maschinen- und Apparatebau-Teilen, die zu 70% in Anlagen, die später im Ausland im Einsatz sind, verbaut werden, sind wir ein gefragter Partner, der für die Kunden komplette Produktionsprozesse für montagefertige Komponenten und Baugruppen abwickelt. Dafür setzen wir zum einen auf modernste Technologien und Maschinen, und zum anderen auf hoch qualifizierte Fachkräfte, die wir zum Teil auch selbst ausbilden. Um flexibel und schnell auch die anspruchsvollsten Wünsche unserer Kunden erfüllen zu können, sind wir auf ein sehr hohes Leistungsvermögen und auf maximale technische Verfügbarkeit der Maschinen angewiesen. Diese und andere Aspekte führten dazu, dass wir seit dem Jahr 1994 zunächst Universalfräsmaschinen und später CNC-Bearbeitungszentren sowie schon seit einigen Jahren 4-/5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentren der deutschen Hermle AG einsetzen.“        

kleiner Auszug aus dem Spektrum anspruchsvoller Werkstücke, die aus den Werkstoffen St 52, CroNiMo 34, Rostfrei oder Aluminium gefertigt werden; hier aufwändige Fahrwerksteile aus St 52

Von der Universalfräsmaschine zum 5-Achsen-High End-Bearbeitungszentrum

Bereits die erste von Hermle angeschaffte Universalfräsmaschine vom Typ UWF 900 E war mittels Werkzeugmagazin „teilautomatisiert“, und das gilt erst recht für die in den Folgejahren installierten 5-Achsen-CNC-Hochleistungsbearbeitungszentren C 22 U, C 42 U/MT (mit Drehfunktion zur kompletten Bearbeitung von großformatigen, komplexen Dreh-/Frästeilen) sowie C 250 U und C 400 U, die teilweise über Palettenwechsler und Palettenmagazine bzw. Werkstückmagazine verfügen. Allein das Spektrum an Hermle-Maschinen von der C 250 U bis zur C 42 U/MT lässt erkennen, dass bei der Feusi AG Kleinteile ab wenigen Millimetern Kantenlänge bis zu sehr großen Maschinenbau- und Fahrwerksteilen, die mehrere Hundert Kilogramm wiegen können, in Prototypen-/Einzelteil-, Kleinserien- und Mittelserien-Fertigung hergestellt werden. Rolf Kälin, im KMU Feusi AG verantwortlich für den Verkauf und das Qualitätswesen, zu den guten Gründen für das wiederholte Investment in Hermle-Bearbeitungszentren: „Zum einen haben wir mit den Hermle-Maschinen sehr gute Erfahrungen gemacht, was die Präzision, die Leistungsfähigkeit, die Zuverlässigkeit, den Service und schließlich die Beratung betrifft. Zum anderen überzeugte uns Hermle auch anhand von Fräsversuchen, als wir beispielsweise eine spezielle Kundenanfrage zur Bearbeitung komplexer Impeller-Bauteile durch 5-achsiges Simultanfräsen erhielten. Wir führten zwar eine intensive Evaluation aus, aber einer nach dem anderen der Wettberber musste passen und stieg aus. Auf Grund des drängenden Termins stellte uns Christian Simon (Gebietsverkaufsleiter der Hermle (Schweiz) AG, CH-8212 Neuhausen am Rheinfall) aus dem Vorführzentrum im deutschen Kassel eine Vorführ-Maschine vom Typ C 22 U zur Verfügung, sodass wir den Kunden termingerecht mit Impeller-Bauteilen in der geforderten Qualität beliefern konnten. Daraus entwickelte sich ein Auftrag für die Komplettbearbeitung größere Impeller-Bauteile mit 750 mm Durchmesser, weshalb wir uns das 5-Achsen Bearbeitungszentrum C 42 U /MT beschafften, und damit natürlich auch unser Bearbeitungs-/Leistungsangebot auf größere Werkstücke ausweiten konnten.“

bedienfreundlich angeordneter Rüstplatz des Palettenwechslers PW 150

Mit dem Mix aus 5-Achsen-Technologie und Maschinengrößen Kundenkreise erweitern

Die Kunden honorierten das sukzessive Investment in 4-/5-Achsen-Technologie und größere Arbeitsbereiche dahingehend, dass sie der Feusi AG noch mehr Aufträge zukommen ließen, was wiederum deren Kapazitäten mehr als auslastete, weshalb in weitere Maschinen und in deren Automatisierung investiert wurde. Als Beispiel ist ein 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 22 U mit Palettenwechsler PW 150 anzuführen, mit dem auf das erklärte Ziel hingearbeitet wurde, an 24 Stunden über 7 Tage die Woche Kundenteile fertigen zu können. Weil zu rund 60% Maschinen-, Fahrwerks- und Antriebstechnik-Teile, zu gut 30% Apparatebau- und Medizintechnik-Komponenten, und zu etwa 10% Protoptypen/Musterteile zu fertigen sind, eignet sich die Maschinengröße C 22 U mit den Arbeitsbereichen X = 450, Y = 600 und Z = 330 mm ideal für die allermeisten Werkstück-Größen. Um Stückzahlen ab 1 und bis 200 pro Charge wirtschaftlich fertigen zu können, wurde diese C 22 U mit besagtem Palettenwechsler PW 150 ausgerüstet. Dieser weist einen 8-fach-Speicher auf, sodass inklusive der Palettenplätze im Wechselsystem und dem Palettenplatz in der Maschine 11 Paletten im Umlauf sind. Die Beschickung bzw. die Entnahme der Werkstücke erfolgt über einen drehbaren Rüstplatz. Im System befinden sich sowohl Paletten der Größe 320 x 320 mm als auch solche der Größe 400 x 320 mm. Damit, und dank dem Zusatzmagazin ZM 43 mit weiteren 43 Plätzen (55 Plätze im Maschinenmagazin + 43 = insgesamt 88 Werkzeuge) sowie der Hauptspindel mit max. 18.000 1/min, und schließlich dem Schwenkrundtisch mit 320 mm Durchmesser, sind für die vollautomatische Bearbeitung auch eines sehr anspruchsvollen breiten Teile-Spektrums alle Voraussetzungen erfüllt. Ergänzend meinte Willi Gebert: „In den meisten Fällen geht es heute um 5-achsige oder um 4-achsige sowie 3-achsige Bearbeitungen. Deswegen haben wir vorausschauend investiert und werden dies auch künftig tun, ohne jedoch die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Letztlich bestimmt immer das Teile-Spektrum das Investment, weshalb wir auch nur dann in 5-Achsen-High End-Technologie investieren, wenn dies geboten erscheint. Damit werden wir auch unseren eigenen und den Kunden-Ansprüchen gerecht, Präzisionsteile in Schweizer Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten.“

von rechts nach links Willi Gebert, Leiter Administration, Strategie und Finanzen, Rolf Kälin, Verantwortlicher Verkauf und Qualitätswesen, beide von der Feusi AG, und ganz links Christian Simon, Gebietsverkaufsleiter der Hermle (Schweiz) AG

Mit Bedacht und Augenmaß in Leistung und Automation investieren

Die Verwirklichung dieser Philosophie zeigt sich bei der Feusi AG auch hinsichtlich der letzten Investitionen in Hermle-Bearbeitungszentren. So wurden nacheinander jeweils zwei CNC-Bearbeitungszentren der Baureihen C 250 U und C 400 U gekauft. Das hat laut Rolf Kälin den Hintergrund, dass bestimmte neue Werkstücke auf der einen C 400 U sozusagen eingefahren werden, die dann auf der anderen C 400 U, die mit einem Werkstück-Magazin und einem Werkzeug-Zusatzmagazin ausgestattet ist, in Serie hochproduktiv zu fertigen sind. Da es sich hier wie dort um Hermle-Maschinen handelt, die sich im Aufbau wie im Bedienkonzept und in den Ausstattungen (Heidenhain-Steuerungen) ähneln, fällt es auch den Bedienern und Programmierern nicht schwer, „zwischen den Welten“ zu wandeln. Durch die somit erleichterte Mehrfachbedienung ergeben sich weitere Vorteile, die schließlich den Spindel-Laufzeiten und damit Auslastung sowie der Wirtschaftlichkeit zugut kommen.

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